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Wehrlose Trespe

(Bromus inermis)

VI — VII Home trockene Fettwiesen, Ruderalstellen
30 — 90 cm indigen LC
Habitus
Synonyme: Bromopsis inermis, Grannenlose Trespe. Hemikryptophyt, coll-mont(sa). Die Hüllspelzen sind deutlich verschieden lang. Die Rispenzweige stehen aufrecht ab. Die Deckspelzen haben höchstens eine 2 mm lange Granne (Lit). Die Art kommt in allen österreichischen Bundesländern vor, sie ist aber wahrscheinlich nur im pannonischen Raum und seinen Randlagen indigen, sonst eingebürgert (Lit). Weltweite Verbreitung und Gefährdung siehe Royal Botanic Gardens KEW.
 
Rispe
Mehr oder weniger dichte Rispen. Die Rispenäste sind aufrecht abstehend.
 
Ährchen
Die meisten Deckspelzen sind ohne Grannen, nur die oberen Deckspelzen besitzen maximal 2mm lange Grannen.
 
Spelze mit Granne
 
 
obere und untere Spelze
Die obere Deckspelze (links) ist 3-nervig, die untere Deckspelze 1-nervig. Aufnahmen: 26.05.2007 Straßenrand, Pucking
 
 
Rispe
Aufnahme: 18.06.2016 Purbach

Wikipedia

Aus der Flora von Oberösterreich 1873

"91. B. inermis. Leyss. (Festuca in D. C. — Fest. speciosa Schrb. — F. Leysseri Mönch. — Schoenodorus inermis R. et Sch. Wehrlose Tr.)
Wurzelstock walzlich, verästelt, rothbraun, kriechend, lockerrasig, Halme aufsteigend oder aufrecht, 1—3' hoch, steiflich, kahl. Blätter lineallanzettlich, flach, nur in der Jugend eingerollt, sammt Blattscheiden kahl, grasgrün; Blatthäutchen sehr kurz. Rispe 3—6" lang, sehr gedrungen, zur Blüthezeit gleichförmig ausgebreitet, aufrecht; Aeste rauh, die unteren zu 3—6 halbquirlig, schiefabstehend; Aehrchen lineallanzettlich, 8—12''' lang, grün oder violett gescheckt, 5 — 10blüthig, zur Blüthezeit aus schmälerer Basis gegen die Spitze zu schmäler werdend; Klappen und Spelzen dachziegelig sich deckend, zur Fruchtzeit etwas gelockert; untere Klappe 1nervig, obere 3nervig; untere Spelze lanzettlich, 5—7nervig, kahl oder feinbehaart, wehrlos, oder aus kurz 2zahniger Spitze stachelspitz oder sehr kurz begrannt, obere Spelze am Rande fein flaumhaarig gewimpert; Schüppchen langgewimpert; Staubkölbchen hellgelb. Der Festuca elatior L. nicht unähnlich, jedoch durch den an der Spitze behaarten Fruchtknoten und die ober der Mitte des Fruchtknotens und nicht auf dessen Spitze eingefügten Griffel als Bromus erkennbar.
Juni — Juli


An Wegen, Dämmen, Zäunen, auf niederigen und bergigen Gegenden gemein; auf Wiesen, Weiden oft in Heerden. Am Donauufer bei Linz zuweilen in sehr hohen Exemplaren, mit sehr reichblüthiger , zur Fruchtzeit nickender Rispe und kurzbegrannten Aehrchen."

Aus: Duftschmid, J.: Die Flora von Oberösterreich, I. Band (Seite 77), Linz 1873, Verlag Ebenhöchsche Buchhandlung.
Zum Ortsverzeichnis einiger der bei Duftschmid angegebenen Standorte

 

 Letzte Bearbeitung 29.11.2025

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